Ihr direkter Draht in unsere Filialen:

Eberstadt Augenoptik
Tel. 06151 – 59 47 71

Praxis für Ergotherapie
Tel. 06151 – 59 66 65


 


Visualtraining

Über die Preise informiere ich am Seitenende. Jetzt erstmal die Information:

Keinesfalls ersetzt die Optometrie den Augenarzt, da die Optometrie keine Krankheiten sucht oder behandelt. Es ist daher wichtig, dass das Kind bereits einem Augenarzt vorgestellt wurde, um das Auge auf Krankheitsbilder oder eine mögliche Brille zu untersuchen.

Unterschied zur augenärztlichen Untersuchung:

Die Basis und Kernaussage der Optometrie ist eine streßfreie Zusammenarbeit beider Augen.

Vergleichen wir es mit einer Partnerschaft: Weiss die rechte Hand, was die Linke tut, gibt es wenig Reibungsverluste und hohe Effizienz. Arbeiten Partner ohne Kommunikation am gleichen Projekt, kann einiges schief laufen.

Augenärztliche Standardmeinung ist, dass die Augen von alleine lernen, zusammen zu arbeiten. Das stimmt - für Jugendliche ab 14. Doch betroffene Kinder leben oft in ihrer eigenen -etwas anderen- Welt: nennen wir sie Fantasien. In Fantasien ist alles so schön - warum soll sich dieses Kind mit seiner Wahrnehmung auseinandersetzen ? Es nimmt alles " wie es kommt" und macht das Beste draus.

....nicht immer unter dem Applaus von Freunden, Lehrern und Eltern.

Auch ist es längst nicht selbstverständlich, dass Kinder ihre Mechanismen benutzen, die sie biologisch besitzen. Immer wieder testen wir Kinder, die nicht akkommodieren (scharfstellen) obwohl sie es könnten.

Warum ? Die Ansprache des Autofocus wird von der linken Hirnhälfte befohlen. Doch besonders Kinder aus dem Land Fantasien benutzen die linke Hirnhälfte jedoch nur, um möglichst schnell Strategien zu entwickeln, um ungeliebte Aufgaben zu umgehen (klassisch genannt: Flüchter).

Sie merken - hier ist Psychologie im Spiel. Das unterscheidet hauptsächlich die Funktionaloptometrie vom Augenarzt. Ein guter Funktionaloptometrist (keiner mit 4 Wochenenden Schnellausbildung sondern min. mit Zertifikat nach www.wvao.org) kennt neben dem klassischen physikalisch/medizinischen Wissen auch die psychischen Entwicklung von Kindern und kann erkennen, wie das Kind visuelle Aufgaben bewältigt.

Das Modell nach Skeffingtion / USA:

Fachärzte und Augenoptiker schenken der Bewegungs-fähigkeit und der ziel-orientierten Ausrichtung des Augenpaars wenig Beachtung, da nach bisheriger Lehrmeinung gesunde Einzelaugen automatisch durch „learning by doing“ ein funktionierendes Augenpaar werden.

Doch dieses Team „Augenpaar“ beginnt seine Lernprozesse mit 3 Monaten und beendet sie mit 7 Jahren. Wichtige visuelle Erfahrungen werden beim Krabbeln erlernt, später bei Ball- oder Kartenspielen etc.

Hat das Augenpaar wichtige Lernprozesse übergangen, kann es nicht „normal“ zusammenspielen, auch wenn die Einzelaugen kerngesund sind.

Mangelnde Teamleistung des Augenpaars äußern sich

bei Kindern in:

Kopf- und/oder Bauchschmerzen
Lichtempfindlichkeit, Zappeln/Aggression (Kämpfer) oder Träumen (Flucht)
Abschalten eines Auges durch Schielstellung
Zentrale Informationsdefizite im Visualsystem (LRS)

bei Erwachsenen in:

Kopf- und/oder Bauchschmerzen
Zunehmende Kurzsichtigkeiten
Haltungsbeschwerden/Verspannungen der HWS
etc.

In der Verhaltens-Optometrie sucht nun ein speziell ausgebildeter Augenoptiker/Optometrist diese Lerndefizite und holt das Versäumte mit gezielten Trainingseinheiten nach.

Speziell bei Kindern mit LRS, AD(H)S, Dyskalkulie zeigen die Augenpaare oft Auffälligkeiten, die vermuten lassen, dass der wichtige Prozess der Texterkennung durch entsprechendes Training nachhaltig verbessert werden kann und so die visuelle Wahrnehmung optimiert wird.

Dieses Training wird Zuhause durchgeführt und erfordert einen Zeitbedarf von ca 20 Minuten täglich. Ob ein solches Training nötig ist, ist Bestandteil unseres Wahrnehmungstests.

Visualtraining ersetzt keinesfalls mögliche Therapien oder ärztliche Behandlung.

Wir sehen das Training als flankierende Massnahme, um mit optimierten Sinneseindrücken die Therapie schneller zum Erfolg zu führen.

Preise

Empfehlen wir Visualtraining, kann es für unsere Kunden recht teuer werden. Ein typisches Training setzt voraus, dass ein Elternteil mit seinem Kind je nach Testergebnis in leichten Fällen 6 mal ...in schweren Fällen 12 mal zu uns kommen muß, um die einzelnen notwendigen Übungen zu besprechen.

Da wir einen Stundensatz (50 min.) von 69,- € zugrunde legen, kommen hier zwischen 500,- und 800,- € auf den Kunden zu. Weiter können wir nicht alle Übungsmaterialien verleihen... vieles muß gekauft werden, was sich ebenfalls je nach Fall zwischen 100,- und/oder 250,- € addiert.

Im Einzelfall geht es billiger - im Extremfall kommen bis zu 2000,- € zusammen. Die genaue Summe kann man erst beziffern, wenn das Training beginnt und man sieht, wie schnell das Kind lernt und von den Übungen profitiert.

Das Schöne: Wenn Visualtraining greift, merken dies die Eltern sehr schnell innerhalb der ersten 2 Monate. Die Übungen werden besser, das Kind fängt an, leichter zu lernen etc.. Sieht man den Erfolg, dann geben auch viele Eltern das Geld gerne aus. ...sie sehen die Gegenleistung.

Ihr Risiko: Bei ca. 20% der Trainings merken wir, dass nach 3 Trainingseinheiten kein Fortschritt eintritt. Hier brechen wir das Training ab. Die Ursache ist hier oft mangelnde Motivation des Kindes oder mangelnde Zeit des Trainers (sehr oft die Mama), da Training voraussetzt, dass sich Elternteil und Kind 20 Minuten Zeit pro Tag füreinander ausschließlich für Training zur Verfügung stellen können.

3 Trainigseinheiten kosten ca. 210 € + ca. 100,- € Material, die wir beim Abbruch nicht zurückerstatten.